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Das passierte im Kultur- und Festspielverein Bruck 2010

2010

Zu Besuch in der Perle Böhmens

Der erste Vereinsauflug des Kultur- und Festspielverein Bruck e.V. führte die Teilnehmer nach Krumau.

Zusammen mit der Schützengesellschaft Blechhammer machten sich knapp 50 Personen auf die Reise nach Böhmen.
Der Bus mit den Ausflüglern kam um 10 Uhr in Krumau--der Perle Böhmens an, so dass genügend Zeit blieb diese interessante Stadt zu erkunden. In kleinen Grüppchen machten sich die Teilnehmer auf den Weg um die vielen Sehenswürdigkeiten dieses einmaligen Städtchens zu erforschen. Das historische Stadtzentrum ist UNESCO Weltkulturerbe (auf Platz 2 nach Venedig).

Beim Besuch des "Museum der Tortur", das sich unter dem Rathaus von Krumau befindet und einen Blick in die grausamen Foltermethoden der vergangenen Jahrhunderte bot, kam bei einigen Teilnehmern leichte Gänsehaut auf. Im Wachsmuseum konnte man einige berühmte Personen wie z.B. Mutter Teresa, Lech Walesa, Albert Einstein, Michael Jackson und einige mehr, fast "hautnah" erleben. Das Schloss Ceský Krumlov ist nach der Prager Burg der zweitgrößte historische Bau in Tschechien. Einige Teilnehmer erkundeten auch diese gut erhaltene Anlage und besuchten den Schlosspark oder machten eine Schlossführung mit. Gegen 17 Uhr machten sich die Tagesausflügler wieder auf die Heimreise. Nach einer Zwischenstation mit einem gemeinsamen Abendessen in Grafenau lies man den Tagesausflug gemütlich ausklingen.

Hochzeitsfreuden

Vor dem Standesbeamten in Nittenau gaben sich Dieter und Steffi Marschalt, geborene Pongratz das Ja-Wort.
Neben den Reiterfreunden vom Kellerhof standen auch die Mitglieder des Brucker Kultur- und Festspielvereins Spalier.
Dieter Marschalt spielt in dem neuen Stück "Die widerspenstige Zähmung" die Hauptrolle. Damit die Sache auch stilecht ablaufen konnte, kamen die Schauspieler in historischer Gewandung.
Nach der Trauung ging es nach Nabburg, wo das Paar mit der Familie und den engsten Freunden feierte.
 

Plakat vorgestellt

Die Proben für das neue Stück für den Marktspielsommer des Kultur- und Festspielvereins laufen auf Hochtouren. Davon konnten sich am vergangenen Wochenende auch Schirmherr Franz Schießl und Bürgermeister Hans Frankl überzeugen. Am Sonntagabend probten die Schauspieler zum ersten Mal auf der Originalbühne hinter dem Freizeitzentrum die bayerische Fassung des Klassikers „Die widerspenstige Zähmung“ von William Shakespeare. Wolfgang Ramadan hat dieses Stück ins Bayrische übersetzt und mit sehr großem Erfolg im vergangenen Jahr in Bad Tölz aufgeführt. Dieses Stück setzt nicht voraus, dass man sich mit klassischen Stücken auskennt. Durch die Übersetzung ins Bayrische wurde das Stück ein „Kassenschlager“ für unsere Breiten. Bevor die Ehrengäste aber einer Probe beiwohnen konnten, stellte die Vorsitzende Christa Steiner erst das offizielle Plakat zum Stück vor. Entworfen und gestaltet wurde es von Kultur-und Festspielmitgliedern bzw. deren Angehörigen und alle Anwesenden waren vom Entwurf restlos begeistert. In dem Stück geht es darum, dass ein Vater zwei Töchter hat, die unbedingt unter die Haube sollen. Die Ältere ist eine richtige „Beißzange“. Die Jüngere dagegen ist die Sanftmut und Gehorsamkeit in Person. Sie ist natürlich bei der Männerwelt sehr begehrt, während ihrer Schwester das Schicksal einer alten Jungfrau droht. Wie sich dann aber doch alles zum Guten wendet und ob nun beide unter die Haube kommen, soll hier nicht verraten werden.  Gespielt wird dieses Stück am 16. und 17. Juli jeweils um 20 Uhr auf dem Gelände des Freizeitzentrums. Sollte schlechtes Wetter angesagt sein, wird in die Mehrzweckhalle ausgewichen werden. Gespielt wird also auf jeden Fall. Karten zum Preis von acht Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder bis 14 Jahre, gibt es ab 10. Mai im Reisebüro Multerer in Bruck (09434/1338), bei Schreibwaren Stangl in Bodenwöhr (09434/1363) und im Internet unter familie-gleixner@gmx.de. Die Plätze sind alle nummeriert und die hinteren Plätze werden  etwas erhöht. Selbstverständlich gibt es auch Plätze für Gehbehinderte bzw. Rollstuhlfahrer. Diese Personen müssen auch nur fünf Euro bezahlen. Der Eintritt für eine Begleitperson ist selbstverständlich frei.

Schirmherr für den Marktspielsommer

Der Kultur- und Festspielverein suchte für den diesjährigen Marktspielsommer einen Schirmherrrn. In der letzten Vorstandschafssitzung musste man gar nicht lange beratschlagen. Bald schon kam man auf die Idee dieses Ehrenamt dem Geschäftsführer der Raiffeisenbank Bruck Franz Schießl anzutragen. Die Vorsitzende Christa Steiner streckte dann schon mal ihre „Fühler“ aus um zu sehen, ob er den dazu bereit wäre. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit erklärte sich Franz Schießl bereit dieses Amt anzunehmen. Am vergangenen Mittwoch fand sich nun eine Abordnung des KuF in der Raiffeisenbank ein um Franz Schießl auch offiziell um die Übernahme der Schirmherrschaft zu bitten. Die Vorsitzende Christa Steiner trug die Bitte in Gedichtform vor. Auch eine kurze Inhaltsangabe über das neue Stück beinhaltete diese Bitte, welche von Regisseurin Karin Michl verfasst wurde. Anschließend überreichte sie ihm dieses Bittgesuch und ein kleines Präsent.  Gerne erklärte sich Schießl bereit, die Schirmherrschaft über den Marktspielsommer zu übernehmen. Da er ja selber schon ein paar Jahre Festspielerfahrung gesammelt hatte, er wirkte in Neunburg beim „Hussenkrieg“ mit, weiß er wie viel Arbeit und Disziplin von den Schauspielern verlangt wird. Er freue sich, dass der Marktspielsommer auch das Stück „Raphael“ in den Zeugenstand, mit einbindet. Er habe auch dieses Stück noch nicht gesehen und freue sich auf diese Aufführung ebenso, wie auf das Stück „Der Widerspenstigen Zähmung“, dass im Sommer aufgeführt werden wird. Er bedankte sich, dass er für diese Ehrenvolle Aufgabe ausgesucht wurde und bat dann seine Gäste zu einer Brotzeit zu bleiben. In diesem Zusammenhang bedankte er sich auch bei seiner Frau und seinen Mitarbeiterinnen sowie bei Lorenz Bräu für die tatkräftige Unterstützung an diesem Abend.

Matthias Auburger als Ritter

Ritter, Jäger und Edeldame

Seit ein paar Wochen beschäftigen sich die Kinder des Kindergartens St. Theresia mit dem Thema Ritter. Sie bekamen Geschichten vorgelesen, bastelten einen Ritterhelm bzw. Jungfrauenkränze und erstellten aus großen Schachteln eine tolle Ritterburg. Da man aber viele Dinge noch besser begreift, wenn man sie sieht, oder etwas themenbezogenes erleben kann, wandte sich das Kindergarten Team an den Kultur- und Festspielverein und fragte nach, ob nicht jemand bereit wäre, sich den Kindern in mittelalterlichen Gewändern zu präsentieren.
Natürlich war man dazu gerne bereit und so besuchten am vergangenen Freitag Karl Steiner, Matthias Auburger und Agnes Feuerer den Kindergarten St. Theresia.
Karl Steiner, der in der Gewandung eins Jägers kam, erklärte nicht nur die Kleidung, sondern schmiedete für die Kinder auch „Glückshufeisen“, die sie mit nach Hause nehmen durften. Matthias Auburger kam in der Gewandung eines Ritters. Er erklärte den Kindern ebenfalls die einzelnen Kleidungsstücke, und jedes Kind durfte sich dann mit ihm fotografieren  lassen. Dazu bekamen sie einen Helm aufgesetzt und durften das Schwert halten.
Agnes Feuerer trug das Gewand einer Edeldame und erklärte den Kindern nicht nur das Gewand sondern auch, warum sie eine Haube und keinen Kranz auf den Kopf trug. Sie erzählte den Kindern auch, dass von der Haube, welche die verheirateten Frauen im Mittelalter trugen, der Spruch kommt, „Die ist unter die Haube gekommen.“  Dann sangen die Kinder für ihre Gäste noch das Lied von den „Alten Rittersleut“.
Zum Schluss begaben sich die drei „Mittelalterlichen Gestalten“ noch in die „Pappritterburg“, um sich so ganz stilecht von den Kindern zu verabschieden.

Ein Abordnung des Kultur- und Festspielvereins im Kindergarten St. Theresia

 

Karl Steiner als Jäger

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Stand: 18.06.11