Eine Familie ist voll im Theaterfieber

Die Becks stehen im „Sommernachtstraum“ des Brucker Kultur- und Festspielvereins
zum ersten Mal zusammen auf der Bühne.

Becks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter, Monika, Katharina und Sebastian Beck stehen im „Sommernachtstraum“ des Kultur- und Festspielvereins vom 16. bis 19. Juli zum ersten Mal zusammen auf der Bühne.Foto: tfe

Der Brucker Kultur- und Festspielverein feiert in diesem Jahr nicht nur das zehnjährige Bestehen, sondern kann auch mit einer Besonderheit aufwarten: Zum ersten Mal spielt eine vierköpfige Familie mit. Peter, Monika, Katharina und Sebastian Beck stehen erstmals zusammen auf der Bühne. Peter Beck hat bereits vor zwei Jahren sein Bühnendebüt geben, als er mit dem Chor B’choired den gesanglichen Part beim Stück „Die Feuerzangenbowle“ übernommen hatte. Da hatte er „Blut geleckt“, denn es habe ihm damals riesigen Spaß gemacht, erzählt er im Gespräch mit der MZ.

Peter Beck hat daraufhin bei Regisseurin Karin Michl durchblicken lassen, dass er gerne mal eine Rolle übernehmen würde. Auch seine Frau Monika war einem Theaterdebüt nicht abgeneigt und so hätten beide ebenso wie ihre Tochter Katharina bereits im vergangen Jahr jeweils eine Rolle übernehmen sollen. Leider stellte sich dann heraus, dass Katharinas Schulabschlussball genau an dem Wochenende stattfinden sollte, an dem auch die Theateraufführungen terminiert waren. So mussten sie ihre Ambitionen noch ein bisschen auf Eis legen.

In diesem Jahr jedoch hat es geklappt. Karin Michl fragte bei den Becks an, ob sie sich vorstellen könnten im „Sommernachtstraum“ eine Rolle zu übernehmen und alle drei sagten sofort zu. Eigentlich hätte Peter eine etwas größere Rolle übernehmen sollen, was ihm aber aus beruflichen Gründen nicht möglich war. Spontan übernahm Monika Beck die Rolle ihres Mannes und auch Katharina bekam gleich eine nicht ganz einfache Rolle von der Regisseurin zugeteilt.

Im Laufe der Zeit stellte es sich dann heraus, dass noch eine Elfe benötigt wird. Da kein Mädchen mehr aufzutreiben war, wurde die Elfe kurzerhand zu einem Elf und so hatte auch Sohn Sebastian eine, wenn auch kleine Sprechrolle. Da, wie es oft so ist beim Theater, die männlichen Rollen schwer zu besetzten sind, mussten Monika und Katharina gleich eine „Hosenrolle“ übernehmen. Das war am Anfang schon nicht ganz leicht, bestätigen beide. Zum ersten Mal auf der Bühne stehen und dann gleich einen Mann spielen, war schon eine Herausforderung, aber mittlerweile haben sie sich daran gewöhnt und sie freuen sich auf jede Probe.

Auch das Textlernen sei ihnen nicht allzu schwer gefallen, denn man habe sich ja gegenseitig abhören können. Auch Sebastian findet seine Rolle Klasse. „Du brauchst nicht viel lernen und darfst auf der Bühne ein bisschen „Unfug“ treiben, alles im Rahmen der Rolle natürlich. Auch Vater Peter, der wie sein Sohn eine kleine Rolle bekommen hat, darf auf der Bühne sein komödiantisches Talent ausleben. „Wenig Text und viel Spaß“, so beschreibt er seine Rolle in einem Satz. Karin Michl ist von ihrer „Schauspielerfamilie“ sehr angetan, die vier seien allesamt Naturtalente, denen man es anmerke, dass sie viel Spaß am Theaterspielen haben, so die Regisseurin. Die Zuschauer können die vier nun bei diesem „Marktspielsommer“ auf der Bühne in den Rollen des Lysander (Katharina Beck), des Demetrius (Monika Beck), des Handwerkers Schlucker (Peter Beck) und eines Elfs (Sebastian Beck) erleben.