Köstliche Feuerzangenbowle in Bruck

Vor zahlreichen Zuschauern eröffneten am Freitag die Schauspieler des Kultur- und Festspielvereins bei perfektem Festspielwetter den Marktspielsommer 2013. In diesem Jahr stand mit der „'Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl ein echter deutscher Klassiker auf dem Programm. Nach der Begrüßung durch Inge Gleixner und Robert Feuerer lobte 1. Bürgermeister Hans Frankl die Arbeit und das Engagement der Schauspieler und dankte allen Verantwortlichen für ihre Leistung. Er zeigte sich stolz darauf, dass der Markt Bruck mit einem so guten Festspielverein glänzen kann.

Der Arme Dr. Johannes Pfeiffer, so der Tenor in der Runde um die „Feuerzangenbowle". Er mag ja ein angesehener und erfolgreicher Schriftsteller sein, doch hat er eine entscheidende Erfahrung ausgelassen. Nämlich die eigene Schulzeit. Ein Privatlehrer brachte den jungen Schriftsteller um diese wichtige Lebenserfahrung. Doch noch ist nicht „aller Tage Abend"! Die Herren der Runde setzen ihrem jungen Kumpanen den Floh ins Ohr, diesen Zeitabschnitt einfach nachzuholen, und zwar im Brucker Gymnasium. Pfeiffer lässt sich von dieser tollkühnen Idee infizieren und beschließt, ab sofort, fernab seiner Heimat Berlin, als Oberprimaner Hans Pfeiffer die Schulbank zu drücken.

 

Umsorgt von der herzlichen Witwe Windscheit, bei der er ein Quartier bekommen hat, heckt er mit seinen Klassenkameraden so manchen Streich gegen die Lehrkräfte aus. Vor allem Professor Crey, genannt Schnautz, scheint den übermütigen Schülern gnadenlos ausgeliefert zu sein. Aber auch Professor Bömmel und Direktor Knauer, genannt Zeus, bleiben nicht verschont. Und da wäre noch die Tochter des Direktor Knauer, die Referendarin Eva Knauer, die mit ihrer anmutigen Art und bezaubernden Schönheit den Jungs die Köpfe verdreht.

Auch Hans kann sich ihrer Anziehungskraft nicht entziehen und wirbt mit allem Können um die reizende Musiklehrerin. Doch offenbar hat auch Professor Crey ein Auge auf die junge Eva geworfen. Hans Pfeiffer gewinnt das Herz seiner Angebeteten jedoch für sich. Als er dann alles auf eine Karte setzt und seiner Holden seine wahre Identität preisgibt, droht die junge Liebe zu zerbröckeln, da Eva den jungen Hans als übermütigen Hochstapler abstempelt. Mit einer List gelingt es dem Schriftsteller jedoch in letzter Sekunde, Professor Crey auszuschalten. Er schlüpft in dessen Rolle, um an seiner Stelle den Unterricht abzuhalten. Sehr zum Leidwesen der Schulleitung platzt in eben diese Stunde die Schulaufsichtsbehörde, die sich von den Zuständen in Bruck ein Bild machen möchte. Direktor Knauer, muss den vermeintlichen Professor Crey als zukünftigen Schwiegersohn vorstellen, was Hans Pfeiffer zu seinem Vorteil als Versprechen ausnutzt. Auch Eva ist nun hingerissen von ihrem neuen Bräutigam und so kommt Dr. Hans Pfeiffer am Ziel seiner Träume an. Die unbeschwerte Schulzeit konnte letztendlich doch noch nachgeholt werden und auch eine Braut hat er nun an seiner Seite.

fzbDer Kultur- und Festspielverein bewies auch in diesem Jahr wieder großes Können und Professionalität. Mit der „Feuerzangenbowle" wurde der Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel zugeschrieben. Das begeisterte Publikum belohnte die Leistung mit langanhaltenden Standing Ovations.

Robert Feuerer bedankte sich am Ende beim Publikum für den vielen Applaus und bei allen Helfern, die die Aufführung möglich machten. Besonders bedankten sich die Schauspieler bei ihrer Regisseurin Karin Michl, die den Brucker Festspielverein seit Jahren mit ihrer professionellen Regiearbeit führt.