Laiendarsteller packte das kalte Grausen

Die Darsteller des Kultur- und Festspielvereins Bruck waren vom Baufortschritt an der Mehrzweckhalle nicht begeistert. Die Proben laufen gut.

„Und ewig bockt das Weib", lautet in diesem Jahr der Titel des Stücks, dass der Kultur- und Festspielverein Bruck aufführt. Diese „Männeralptraumkomödie" ist ein Stück ziemlich frei nach Aristophanes „Lysistrata" und spielt in der griechischen Antike, jedoch wurde es von Roland Baier mit Bayerischen Texten versehen, die von den Darstellern des KuF ins Oberpfälzische „Übersetzt" wurden.

 

In diesem Jahr haben die Regisseurin Karin Michl und ihr Team mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Begonnen hat alles schon damit, dass in diesem Jahr der Umbau der Mehrzweckhalle endlich über die Bühne geht und die Schauspieler zum ersten Mal unter einem Glasdach spielen können. Jedoch muss dieses Dach erst einmal gebaut werden. Vor kurzem waren die Vorstandschaft und Karin Michl vor Ort, um sich selber ein Bild zu machen und waren entsetzt. Obwohl versprochen ist, dass die Außenbauarbeiten bis Ende Juni fertig sein werden, sieht es für Laien noch nicht danach aus. Mittlerweile tut sich aber einiges, so dass die Schauspieler fest damit rechnen, unter einem Dach und auf gepflasterten Boden ihre Bühne aufbauen zu können.

Bis dahin müssen sie weiter im Meisl-Saal proben. Ohne diese „Unterkunft" wären wir ganz schön aufgeschmissen, so Vorsitzende Christa Steiner. Die Texte sitzen, Gestik und Mimik stimmen, aber so richtig in die vollen können die Schauspieler auf der Bühne im Saal nicht gehen, weil noch nicht absehbar ist, wie groß die Bühne im Original dann sein wird. Mindestens zwei, eher noch drei Wochen müssen die Schauspieler mit diesem Provisorium noch zurecht kommen. Dann hatten die Laiendarsteller schon zu Beginn das Problem, dass zwei aus der Truppe, aus familiären Gründen absagten. Händeringend wurde ein Ersatz gesucht und auch gefunden. Heike Faltermeier und Daniel Reichinger sind eingesprungen.

„Wir währen nicht der „etwas andere Verein, wenn wir uns von solchen Hindernissen aus der Bahn werfen lassen würden", so Christa Steiner. Vorsichtshalber hatte der Verein im Herbst beschlossen, in diesem Jahr an vier Tagen, Donnerstag bis Sonntag, zu spielen, denn sollte es die Baustelle unmöglich machen, hinter der Mehrzweckhalle zu spielen, müsste die Truppe in den Meisl-Saal ausweichen. Obwohl jetzt klar ist, dass dies nicht der Fall sein wird, bleibt der Donnerstag als Aufführungstag als kleine Vorpremiere erhalten. Ab 23. Juni startet dann Vorverkauf im Reisecenter Multerer. Vom 17. bis 20. Juli heißt es „Vorhang auf" und es zählt nur noch der Spaß auf der Bühne zu stehen und das Publikum zum Lachen zu bringen.(tfe)