Theatertag: mehr als ein Freizeitangebot

 

Theatertag: mehr als ein Freizeitangebot
Die Festspielkulisse des Landkreises Schwandorf
präsentierte sich am Sonntag im Freilandmuseum.

 

Der Theatertag im Oberpfälzer Freilandmuseum ist mehr als eine Werbekampagne für die vielen Festspiele und Theatergruppen, die der Landkreis zu bieten hat. Bereits zum vierten Mal ist der Theatertag auch eine Aufforderung, sich auf unterhaltsame Weise vor der historischen Kulisse der Museumsgebäude mit der Geschichte der Region auseinanderzusetzen. Auch in diesem Jahr gaben vier Festspielgruppen mit Ausschnitten aus den aktuellsten Stücken Proben ihres Könnens.

Den Auftakt des Theatertages vollzogen Landrat Thomas Ebeling und die stellvertretende Leiterin des Freilandmuseum, Johanna Ullmann-Süß. Der Theatertag im Freilandmuseum wurde 2011 als Beitrag zum 25-jährigen Bestehen des Freilandmuseums ins Leben gerufen. Seither erfreut sich der Einblick in das Kulturschaffen des Landkreises steigender Beliebtheit, wie der Kreiskulturreferent und Organisator des Theatertages, Franz Pfeffer, sowie der Bürgermeister und Vorsitzende des Kulturvereins von Bodenwöhr, Richard Stabl, erfreut feststellten. Den Theatertag bezeichnete Ebeling als „Gewinn für die Region, die der Landkreis gerne fortsetzen wird". Sein Dank galt allen Organisatoren und Akteuren der Festspiele. „Ich bin stolz auf unsere Laienspiellandschaft und unsere Festspiele. Sie geben einen hervorragenden Einblick in unsere Geschichte und Theaterarbeit."

Sinn des Theatertages sei, so Johanna Ullmann-Süß, mit gemeinsamem Schauspiel und der Vorstellung der breiten Festspielkulisse, die Verbundenheit innerhalb des Landkreises zu demonstrieren und für das Freilandmuseum zu werben. „Der Theatertag erlaubt es den Zuschauern und Museumsbesuchern, in die Geschichte der Region einzutauchen und ein Fenster in die Vergangenheit zu öffnen". Es sei eine Möglichkeit vor historischer Kulisse sich der Geschichte der Region direkt anzunähern. „Geschichte bekommt hier im Museum Neusath-Perschen Leben eingehaucht". In Gegenzug bestehe für das Freilandmuseum so die Gelegenheit, sich als Vermittler von Kulturgeschichte darzustellen. Der Landrat nahm sich die Zeit, alle vier Festspielvereine mit ihren Theaterkostproben zu besuchen.
Herzlich lachte das Publikum bei der Männeralptraumkomödie „Und ewig bockt das Weib" – einer sehr freien Interpretation der „Lysistrata" von Aristophanes des Kultur- und Festspielvereins Bruck.