Zauberhafte Zaubereien im Meisl-Saal

 

 

Zauberhafte Zaubereien im Meisl-Saal
Auch mit seinem zweiten Stück in diesem Jahr
blieb der Brucker Kultur- und Festspielverein (KuF)
seinem Jahresmotto „Goethe" treu.

 



 

 


 

 

Am Wochenende verwandelte sich der Meisl-Saal in ein Zauberschloss, denn der Zauberlehrling hielt Einzug in Bruck. So mancher Theaterbesucher im voll besetzten Saal fühlte sich gleich zu Anfang in seine Schulzeit zurückversetzt, denn zur Einstimmung rezitierten die Dorfkindern Lisa Finken und Tina Baumer die ersten beiden Strophen von Goethes Zauberlehrling.

Das Stück, das der Brucker Kultur- und Festspielverein (KuF) auf die Bühne brachte, wurde von Elke Klien frei nach den Motiven von Goethe geschrieben. So wurden aus den Besen die beiden Dämonen Fred (Dominik Gleixner) und Bert (Thomas Giptner), die im Haus der guten Hexe Magenta Weißmantel (Marion Finken) leben. Ihr Gegenspieler, der finstre Zauberer Gregor Schwarzmantel (Sebastian Fleischmann), will bei den drei Hexen vom Hexenrat (Anneliese Stangl, Christa Steiner, Agnes Feuerer) erwirken, dass Weißmantel ihre Zauberlizenz verliert. Als Anklagepunkt führt er an, dass sie seit 687 Jahren keinen Lehrling mehr ausgebildet hat und dass ihr letzter Lehrling nicht einmal die Stufe eins der Magie erreicht hatte.

Magenta will keinen neuen Lehrling aufnehmen. Sie will ungestört ihre Experimente machen können. Als sie jedoch vom Hexenrat darüber in Kenntnis gesetzt wird, dass sie ihre Hexenlizenz verlieren wird, wenn es ihr nicht gelingt, bis zur nächsten Walpurgisnacht einen Lehrling auf Stufe eins zu bringen, kommt ihr Bäcker Mehlweiß (Sepp Stangl), der seien Sohn – einen Taugenichts – vorbeibringt, gerade recht. Sie nimmt Timotheus (Daniel Gleixner) auf, doch das Zaubern bringt sie ihm nicht bei. Vielmehr muss er in der Küche arbeiten.

Schwarzmantel, der versprochen hatte, sich nicht einzumischen, schleicht sich als schwarzer Schatten ins Schloss der Hexe und bringt den Lehrling dazu, zu zaubern. Natürlich geht der Zauber schief und die Dämonen, die die Badewanne mit Wasser füllen sollen, überschwemmen das ganze Schloss. Da hilft es auch nichts, die Dämonen mit einem Beil zu erschlagen, denn sie sterben nicht, sondern sie verdoppeln sich. Erst Magenta Weißmantel kann dem Zauber ein Ende machen.

Zunächst scheint es aussichtslos, Schwarzmantel und seine beiden Vampire Isidor (Veronika Griesbeck) und Hannibal (Barbara Feuerer) zu überführen, doch es gelingt schließlich. Der Hexenrat ist außer sich vor Wut und befiehlt Schwarzmantel, die Ausbildung des Lehrlings zu vollenden, wenn nicht er seine Hexenlizenz verlieren will.

Nach einer Stunde war das Stück auch schon wieder aus und so mancher der Zuschauer wollte es gar nicht glauben, dass der vergnügliche Theaterabend schon zu Ende ist. (tlz)