Alle Akteure freuen sich auf neues Stück

 

 

Alle Akteure freuen sich auf neues Stück
Heuer wird neben „Macht und Minne" auch
„Die Kornblumenhochzeit" aufgeführt

 

 

 

 

 

 
 

Viele Besucher haben im vergangenen Jahr das Stück „Macht und Minne", das vom Kultur- und Festspielverein aufgeführt wurde, gesehen. In diesem Jahr nun wird es zusätzlich zum „alten" Stück die Fortsetzung mit „Die Kornblumenhochzeit" geben.

Spannend war es am Sonntagabend im Waldhaus Einsiedel, trafen sich doch dort die Darsteller, um die wichtigsten Informationen über das neue Stück zu erhalten. Autor, Regisseur und Intendant Hubert Süß teilte mit, dass die Verantwortlichen des Kultur- und Festspielvereins sich bereits im vergangenen Jahr darauf geeinigt hatten, bereits 2007 „eins drauf zu setzten" und eine Fortsetzung des Stückes „Macht und Minne" anzupeilen. Die Lebensgeschichte von Kilian Tucher, Carolina Weber, Otto von Pertolzhofen und der vielen Brucker Bürgerinnen und Bürger wird im Stück „Die Kornblumenhochzeit weiter erzählt werden.

Mittelalterlich gewandet

Mit sichtlicher Vorfreude war das Ensemble ins Waldhaus gekommen. Ergänzt wurde die bisherige Riege durch einige neue Gesichter. Teilweise trugen sie, um das neue Stück gebührend zu feiern – allen voran der Vorsitzende des Vereins, Thomas Giptner – mittelalterliche Kostüme. Sein Stellvertreter Hans Beck mahnte, „bei aller Euphorie" nicht zu vergessen, dass auch in diesem Jahr ein schönes Stück Arbeit auf die Schauspieler zukommen werde, „da ja gleich zwei Stücke zu stemmen sind". „Macht und Minne" ist in diesem Jahr vom 6. bis 9. Juni auf dem Marktplatz zu sehen, die „Kornblumenhochzeit" hat am 20. Juli an gleicher Stelle Premiere. Weitere drei Termine werden sich anschließen.

Dann ging Hubert Süß kurz auf den Inhalt des neuen Stücks ein. Die Hochzeit von Kilian Tucher und Carolina Weber sollte Mitte des 14. Jahrhunderts die Rivalität zwischen Nittenau und Bruck beseitigen helfen. Die Obrigkeit – in Form des pfälzischen Kurfürsten Ruprecht – habe ihr Übriges dazu getan und beiden Orten einen festen Wochenmarkt gebilligt. Alles in Butter? Von wegen! Aus dem Geschichtsunterricht wisse man, dass nach der kurzen Phase des Glücks eine schreckliche Geißel unsere Heimat heimsuchte. Der „schwarze Tod" hielt auch in unserer Gegend reiche Ernte.

„Die Kornblumenhochzeit" sei aber beileibe kein klassisches Peststück, so Süß. Vielmehr bilde die historische Kulisse lediglich die Bühne für einen Krimi im mittelalterlichen Gewande, das gespickt wurde mit viel Kuriosem und Belegtem aus jenen dunklen Tagen. Wer von den Helden aus „Macht und Minne" dem Verbrechen zum Opfer fallen wird geht zwar aus den Textbüchern hervor, soll aber an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Aber auch die Identität des Mörders ließ sich Süß nicht entlocken. Selbst der Großteil der Schauspieler wird dies erst kurz vor der Aufführung erfahren.

Spieldauer wurde verkürzt

Mit einer Spieldauer von rund zwei Stunden wird dieses Stück merklich kürzer sein als „Macht und Minne" und auch dieses Stück wurde etwas gestrafft, so Süß. Eine Neuerung wird es auch im Regiebereich geben. Mit Karin Michl aus Nittenau hat sich der Kultur-und Festspielverein kompetente Hilfe ins Boot geholt. Karin Michl war zwölf Jahre im Nittenauer Festspielverein tätig und besuchte auch Kurse für Regiearbeit. Sie betonte, sie habe ein Umfeld gesucht, um ihre künstlerische Ader ausleben zu können. Sie sieht ihre vorrangige Aufgabe im dramaturgischen Feinschliff.

Kartenvorverkauf läuft an

Seine Frau Mia Süß, die ebenfalls zum Regiestab gehört, verwies auf die Homepage www.marktspielsommer.de wo bereits viele Informationen über die beginnende Saison zu finden sind. Auch können dort Karten vorbestellt werden. Ferner werden die Tickets auch wieder bei der Marktverwaltung und den örtlichen Banken zu haben sein.